Fastenzeit als bewusste Entscheidung für mehr Gesundheit und Wohlbefinden

BADEN-MÖDLING. Die bevorstehende Fastenzeit bietet eine ideale Gelegenheit, das eigene Ernährungsverhalten zu reflektieren und bewusste Veränderungen für mehr Gesundheit und Wohlbefinden vorzunehmen.

„Pausen zwischen den Mahlzeiten regen die Fettverbrennung an, erhöhen die Insulinsensitivität und entlasten die Leber. Zudem wird die sogenannte Autophagie gefördert – ein Prozess, bei dem Zellen sich selbst erneuern und schädigende Strukturen abbauen“, erklärt Diätologin Theres Kovarik aus dem Landesklinikum Baden.  Diese körpereigene Reinigung kann einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit leisten. Ebenso kann die Fastenzeit genutzt werden, um den Konsum digitaler und sozialer Medien zu reduzieren und so Körper und Geist eine bewusste Auszeit zu ermöglichen.

Ursprünglich kommt der Begriff des Fastens aus dem Christentum und beschreibt eine Form der Enthaltsamkeit. Es steht jedoch jeder Person frei, individuell zu entscheiden, auf welche Nahrungs- oder Genussmittel verzichtet wird. Da wir in einer Welt leben, in der Nahrung jederzeit verfügbar ist, kann Fasten eine bewusste Lebensstilveränderung sein, die unser langfristiges Ernährungsverhalten in eine gesündere Richtung lenken soll.

„Bezieht sich der gezielte Verzicht auf bestimmte Lebensmittelgruppen, wie Süßigkeiten oder alkoholische Getränke wird sich die Fastenzeit garantiert positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken“, ist Diätologin Theres Kovarik überzeugt. „Werden jedoch essentielle Lebensmittelgruppen ausgelassen, beispielsweise Fleisch oder Kohlenhydrate, ist es wichtig, auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr zu achten. Besonders beim Intervallfasten (z. B. 8 Stunden essen, 16 Stunden fasten) sollte darauf geachtet werden, in der Essensphase den Körper ausreichend zu versorgen und während der Fastenzeit genügend ungesüßten Tee oder Wasser zu trinken.“

Fasten kann ein erster Schritt in Richtung einer nachhaltigen Ernährungsumstellung sein. Allerdings sollte stets berücksichtigt werden, dass die individuelle Ernährung und damit auch das Fasten auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sein sollten. Eine gute Vorbereitung und gegebenenfalls eine Beratung durch eine Diätologin oder einen Arzt können helfen, die Fastenzeit optimal zu gestalten und ein positives Erlebnis zu gewährleisten.

 

INFOBOX

Diätologie im Klinikum - Ernährungsmedizinische Therapie und Beratung

Diätologinnen und Diätologen im Landesklinikum Baden-Mödling beraten und schulen stationäre Patientinnen und Patienten hinsichtlich der adäquaten Ernährung bei diversen Erkrankungen, um den Therapieerfolg zu unterstützen und zu fördern.

Die Aufgabenbereiche der Diätologie im Klinikum umfassen unter anderem die Ernährungsberatung und Ernährungstherapie bei: Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes, Fettstoffwechselstörungen), Übergewicht, Onkologische Erkrankungen, Schluckstörungen, Mangelernährung, Umgang mit Sonden- und Trinknahrung, Ernährung bei Intoleranzen und Allergien, Essstörungen, uvm.

 

 

BILDTEXT 

Portraitbild: Diätologin Theres Kovarik, MSc, BSc

Gruppenbild: Das Team der Diätologinnen im Landesklinikum Baden-Mödling am Standort Baden. v.l.n.r. Nadine Bormann, BSc; Karin Kampichler, Dipl. DA u. EMB; Theres Kovarik, MSc, BSc; Petra Hauer, Dipl. DA u. EMB

 

MEDIENKONTAKT

Gudrun Wittmann, BA, MSc

Landesklinikum Baden-Mödling

+43 (0) 676 858 55 31540

presse@baden.lknoe.at | presse@moedling.lknoe.at