Landesklinikum Mödling: Feierlichkeit anlässlich 130. Geburtstag von Sr. Maria Restituta

MÖDLING. Anlässlich des 130. Geburtstags der seligen Schwester Maria Restituta fand im Landesklinikum Mödling ein ökumenischer Gottesdienst statt. Zudem wurde ein Denkmal ihr zu Ehren gesegnet. Unter den vielen Ehrengästen konnte auch in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner der Abgeordnete zum Nationalrat Bgm. Hans Stefan Hintner begrüßt werden.

Sr. Maria Restituta wurde am 1. Mai 1894 geboren. Anlässlich des 130. Geburtstags fand in der Kapelle des Landesklinikums Mödling ein ökumenischer Gottesdienst statt. Geleitet wurde dieser gemeinsam von Mag. Martin Leitner und Pfarrerin Mag.a Anne Tikkanen-Lippl. Die musikalische Umrahmung kam von Mag. Heinz Purrer, der eigens eine Messe für Sr. Restituta komponierte. Im weiteren Verlauf der Feierlichkeit wurde in der Eingangshalle ein Denkmal von den Künstlern Clemens Fürtler und Michaela Seiser zu Ehren der seligen Schwester Maria Restituta gesegnet und eine Wanderausstellung über ihre Geschichte eröffnet.

„Sr. Restituta Helene Kafka hat fast ihr halbes Leben (von 1919 bis zur Verhaftung 1942) nicht nur als energische Erste Operationsschwester (Spitzname „Sr. Resoluta“) in diesem Spital gearbeitet, sie hat auch hier gewohnt, hier war ihr Zuhause, hier war sie in der Bevölkerung beliebt für ihre kompetente Hilfsbereitschaft und ihre humorvolle, unkonventionelle Art, hier trat sie mutig ein für Glauben, Recht und Österreich im Widerstand gegen die verbrecherische NS-Diktatur – und war bereit zum Martyrium,“ berichtet Sr. Ruth Beinhauer vom Orden der Franziskanerinnen über die bewegte Geschichte von Sr.  Maria Restituta.

„Ihre Standhaftigkeit und Tapferkeit machen sie zu einem Vorbild für Glauben, Mut und Widerstand gegen Unterdrückung,“ würdigt Hans Stefan Hintner diese besondere Persönlichkeit und erklärt weiter: „Um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern, gibt es an vielen Stellen in Mödling ‚Stolpersteine‘, die als Mahnung gegen das Vergessen dienen.“

„Das Denkmal in unserem Klinikum soll an die historischen Ereignisse erinnern und die Geschichte von Sr. Restituta lebendig halten. Es ist uns eine Ehre, dieses außergewöhnliche Kunstwerk von Clemens Fürtler und Michaela Seiser in unserem Haus zu haben,“ ist sich die Klinikleitung des Landesklinikums Baden-Mödling einig.

 

INFO WANDERAUSSTELLUNG

Die Wanderausstellung besteht aus 10 Tafeln, die vom Orden der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe zur Verfügung gestellt wird. Die Ausstellung wird in der Eingangshalle des Landesklinikums Mödling aufgestellt und kann von der Öffentlichkeit im Mai während der Tageszeit besichtigt werden.

 

Geschichte Sr. Maria Restituta

Am 1. Mai 1894 wurde in Brünn-Husovice, Tschechien, dem mährischen Schuhmacher Anton Kafka und seiner böhmischen Ehefrau Marie, geb. Stehlík, das sechste (korrekt: das fünfte, Anm. d. Red.) von sieben Kindern geschenkt: Helene Kafka – Helena Kafková. Im Alter von etwa zwei Jahren in die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien übersiedelt, wuchs Helene im typischen Milieu einer armen tschechischen Zuwandererfamilie im 20. Wiener Gemeindebezirk (Brigittenau) auf.

Ihre Berufung zur Krankenschwester und Ordensfrau entwickelte sich zuerst im neugegründeten Städtischen Krankenhaus Wien-Lainz, von wo sie 1914 in die dort wirkende Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe – im Volksmund nach ihrem Mutterhaus in der Wiener Hartmanngasse auch „Hartmannschwestern“ genannt – eintrat. Schwester Maria Restituta – so ihr Ordensname nach einer frühchristlichen Märtyrin – arbeitete ab 1919 am heutigen nö. Landeskrankenhaus Mödling bei Wien, wo sie bald als souveräne leitende Operationsschwester und Narkotiseurin, aber auch als verständnisvolle und befreiende Helferin in seelischer Not weit und breit bekannt und gesucht war.

Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde die leidenschaftliche Christin und Österreicherin Restituta wegen ihres unerschütterlichen und konsequenten Eintretens für Glauben, Recht und Menschenwürde zur Verbrecherin abgestempelt. Am Aschermittwoch, dem 18. Februar 1942, von der Gestapo verhaftet und am 29. Oktober 1942 „wegen landesverräterischer Feindbegünstigung und Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tod verurteilt, bestand Sr. Restituta nach dreizehnmonatiger Haft, davon fünf Monate in der Todeszelle, am 30. März 1943 unter dem Fallbeil des Wiener Landesgerichts das Martyrium.

Papst Johannes Paul II. hat Sr. Restituta am 21. Juni 1998 auf dem Wiener Heldenplatz selig gesprochen. Sie ist die erste Märtyrerin Österreichs. Gedenktag: 29. Oktober (Tag des Todesurteils 1942).

(Quelle: www.restituta.at)

 

 

BILDTEXT 

Ehrengäste bei der Feierlichkeit im Landesklinikum Mödling.

Foto 01:

v.l.n.r. Mag. Armin Zwazl, Gesundheit Thermenregion GmbH; DGKP Stefan Gruber-Traint, Stv. Pflegedirektor; Mag.a Christina Pospisil; Dr.in Claudia Herbst, MBA, LL.M. Ärztliche Direktorin; Mag. Markus Zemanek, MBA, MAS, Kaufmännischer Direktor; Abgeordneten zum Nationalrat Bürgermeister Hans Stefan Hintner; LAbg. Peter Gerstner; Sr. Ruth Beinhauer; Künstler Clemens Fürtler; Pfarrerin Mag.a Anne Tikkanen-Lippl; Direktor Mag. Martin Leitner; Mag. Heinz Purrer; Dipl. KH-BW Nikolaus Jorda, Stv. Kaufmännischer Direktor

Foto 02:

v.l.n.r. Mag.a Christina Pospisil; Mag. Markus Zemanek, MBA, MAS, Kaufmännischer Direktor; Mag. Heinz Purrer; DGKP Stefan Gruber-Traint, Stv. Pflegedirektor; Dr.in Claudia Herbst, MBA, LL.M. Ärztliche Direktorin; Pfarrerin Mag.a Anne Tikkanen-Lippl; Direktor Mag. Martin Leitner; Künstler Clemens Fürtler; Sr. Ruth Beinhauer; Dipl. KH-BW Nikolaus Jorda, Stv. Kaufmännischer Direktor; Generaloberin Sr. Birgit Dorfmair; Mag. Armin Zwazl, Gesundheit Thermenregion GmbH

Foto 03:

v.l.n.r. Mag. Markus Zemanek, MBA, MAS, Kaufmännischer Direktor; Mag. Heinz Purrer; DGKP Stefan Gruber-Traint, Stv. Pflegedirektor; Dr.in Claudia Herbst, MBA, LL.M. Ärztliche Direktorin; Abgeordneten zum Nationalrat Bürgermeister Hans Stefan Hintner; LAbg. Peter Gerstner; Künstler Clemens Fürtler; Dipl. KH-BW Nikolaus Jorda, Stv. Kaufmännischer Direktor; Mag. Armin Zwazl, Gesundheit Thermenregion GmbH

Foto 04:

Denkmal für die selige Schwester Maria Restituta in der Halle des Landesklinikums Mödling.

Foto 05:

Wanderausstellung im Mai in der Halle des Landesklinikums Mödling.

©Landesklinikum Baden-Mödling

 

 

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Landesklinikum Baden-Mödling
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