Schonende Operationsmethode mit Wasserdampf bei gutartiger Prostatavergrößerung

BADEN. Als Pionier unter Niederösterreichs Kliniken werden an der urologischen Abteilung im Landesklinikum Baden gutartige Prostatavergrößerungen mit einer neuen minimalst invasiven Operationsmethode behandelt.

„Bei Prostatavergrößerung wird neben der Standardtherapie der Elektroresektion auch die Laserresektion in dafür geeigneten Fällen durchgeführt. Darüber hinaus stellt die neue Methode der Wasserdampfablation mittels REZÜM-System vor allem auch bei Patienten, die konventionell nicht operabel sind und ständig mit einem Katheter leben müssen, eine sehr gute Alternative dar“, erklärt Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl, Abteilungsvorstand Urologie im Landesklinikum Baden.

Bei der neuen Operationsmethode wird unter endoskopischer Sicht Wasserdampf über eine Nadel in die Prostata eingebracht. Das vergrößerte Prostatagewebe wird so zerstört und im Verlauf der Heilung abgebaut. Der Behandlungserfolg zeigt sich schon nach wenigen Wochen. Mit diesem Verfahren werden Beschwerden beim Harnlassen wesentlich verbessert und es wird wieder ein Leben ohne Katheter möglich. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass die Aufenthaltsdauer im Klinikum auf maximal 24 Stunden reduziert werden kann.

„Mit dem Einsatz dieser Operationsmethode zeigen wir einmal mehr, dass die NÖ-Kliniken im Bereich der Spitzenmedizin und dem Einsatz modernster Operationsmethoden ganz vorne mit dabei sind. Ich gratuliere Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl und seinem Team herzlich zu diesem Erfolg!“, so LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf.

„Wir sind stolz, dass an der urologischen Abteilung des Landesklinikums Baden bereits über ein Dutzend dieser Behandlungen erfolgreich durchgeführt werden konnten. Medizinische Weiterentwicklung sowie regelmäßig Aus- und Fortbildungen an den Abteilungen garantieren eine medizinische Versorgung auf aktuellstem und höchstem Niveau“, freut sich der Ärztliche Direktor des Landesklinikums Baden-Mödling Prim. Univ. Doz. Dr. Johann Pidlich.

 

Prostatavergrößerung: Die benigne (gutartige) Prostatahyperplasie (BPH) ist eine häufige Erkrankung des älteren Mannes. Durch den Druck der Prostata auf die Harnröhre kann es zu einer Blasenentleerungsstörung mit weiteren Krankheitsfolgen wie wiederholten Harnwegsinfektionen und einer Schädigung von Blase und Nieren kommen.

 

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BILDTEXT
Vorbereitung der nächsten Operation mit der neuen Wasserdampf-Methode. Prim. Univ. Doz. Dr. Claus Riedl, Abteilungsvorstand Urologie (rechts).

 

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